Von den Ursprüngen zum modernen Hundesport
• 1921: Gründung der Ortsgruppe Sonneberg im Verband für Deutsche Schäferhunde (SV) durch Mitglieder wie Ernst Müller (Spund), Otto Machée und weitere.
• Vereinslokal: Die Gaststätte „Zur Friedrichshöhe“ am Dreihügel war Treffpunkt der Gruppe.
• 1944: Eine Mitgliederliste weist 98 Personen aus – viele davon wohl nur auf dem Papier.
• Sommer 1945: Nach dem Krieg trafen sich nur wenige aktive Mitglieder zur Arbeit mit den Hunden – oft heimlich und früh morgens, um nicht von Bauern auf den Feldern entdeckt zu werden.
• April 1947: Offizielle Zulassung als „Fachschaft für Deutsche Schäferhunde“ im Verband mit Sitz in Augsburg.
• November 1947: Erste Leistungsprüfung und Körung nach dem Krieg in Sonneberg – mit Richter Keibenweber aus Jena.
• 1948: Bereits 74 Mitglieder registriert.
• 1949: Loslösung vom Verband Augsburg; Gründung einer eigenen Zuchtbuchstelle für die DDR in Merseburg unter Hans Hinsch und Max Werthmann.
• 3. Juli 1951: Verlegung des Dressurplatzes in den Steinbruch Matthes – heute noch Vereinsgelände.
• Herbst 1951: Bau und Einweihung des Sportheims zum 30-jährigen Bestehen.
• 1951: Angliederung an den VKSK (Verband für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter).
• 20. Oktober 1951: Landesausscheid Thüringen in Sonneberg – mit großem Erfolg.
• Versuch eines Interzonentreffens mit Einberg scheitert an fehlender Genehmigung.
• Sommer 1955: Sonderschau für Deutsche Schäferhunde fällt ins Wasser – über 100 Hunde mussten in der Turnhalle der Lobauschule beurteilt werden.
• 1956: Angliederung an die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) führt zu starkem Mitgliederrückgang – von 130 auf 20.
• 15. November 1961: Bildung der Sektion Dienst- und Gebrauchshunde sowie Spezialzuchtgemeinschaften.
• In dieser Zeit nahmen viele Mitglieder erfolgreich an Kreis-, Bezirks- und DDR-Meisterschaften teil.
Besonders hervorzuheben:
◦ Erwin Weber, der mit drei verschiedenen Hunden vierfacher DDR-Meister wurde.
◦ Aus der Zucht von Karl Stammberger ging die DDR-Siegerin „Diana vom Stambitsch“ hervor.
• Der Verein war regelmäßig auf Schauen und Prüfungen vertreten und genoss einen guten Ruf in der Hundeszene.
• Mit der deutschen Wiedervereinigung änderten sich die Vereinsstrukturen grundlegend.
• Der Verein öffnete sich stärker für alle Hunderassen und stellte die Gemeinschaft in den Vordergrund.
• Der Hundeplatz im Steinbruch Matthes blieb das Zentrum des Vereinslebens.
• Ausbau des Trainingsgeländes und Anschaffung neuer Geräte für Agility und Unterordnung.
• Stärkere Einbindung von Familien und Jugend in die Vereinsarbeit.
• Erste Schritte in Richtung Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation bei regionalen Veranstaltungen.
• Der Verein wurde als Hundeverein Sonneberg-Neufang e.V. ins Vereinsregister Sonneberg eingetragen.
• Damit erhielt er eine rechtlich stabile Grundlage für die Zukunft.
• Feier des großen Vereinsjubiläums mit Veranstaltungen und Rückblick auf die lange Tradition.
• Präsentation der Vereinsgeschichte mit Bildern und Dokumenten aus dem Archiv.
• Anpassung der Vereinsarbeit an moderne Bedürfnisse: weniger Fokus auf Wettkämpfe, mehr auf hundgerechtes Training ohne Gewalt.
• Förderung des harmonischen Miteinanders zwischen Mensch und Hund – Verständnis schaffen, wie Hunde denken und warum sie handeln, wie sie handeln.
• Ausbau digitaler Angebote (Website, Online-Formulare, Elterninfos).
• Der Verein versteht sich heute als offener Treffpunkt für Hundefreunde aller Altersgruppen – mit dem Ziel, Wissen zu vermitteln, Gemeinschaft zu stärken und Freude am Hundesport zu fördern.
• Öffnung für neue Trainingsmethoden: Neben klassischer Unterordnung und Agility bieten wir auch moderne Ansätze wie Rally Obedience an – ein Sport, der Gehorsam, Kommunikation und Spaß verbindet und besonders das Teamgefühl zwischen Mensch und Hund stärkt.